Wer in München Elektronik und Geräte fertigt, kämpft mit zwei Dingen zugleich: Bauteile mit langen Lieferzeiten und Nachweispflichten für jedes Teil. Ein Supply Chain Specialist in diesem Umfeld plant nicht nur Bedarfe. Er sucht Second Sources, prüft Begleitpapiere, hält die Rückverfolgbarkeit von Chargen aufrecht und erklärt der Fertigung, warum ein Teil erst in zwölf Wochen kommt.
Kommen Luftfahrt oder Verteidigung dazu, wächst die Rolle um Exportkontrolle: Güter klassifizieren, Genehmigungen beantragen, Sanktionslisten prüfen, Mitarbeiter schulen. In kleinen Unternehmen landet all das bei einer Person. Entsprechend suchen wir dort Generalisten, die mit Unsicherheit umgehen können, und keine Spezialisten für einen Teilprozess.
Was gute Kandidaten mitbringen
- Erfahrung mit Engpässen: Wer Allokationen aus den letzten Jahren erlebt hat, weiß, wie man priorisiert und mit Lieferanten verhandelt, wenn es nichts zu verhandeln gibt.
- Systemsicherheit statt Systemnamen: Ob SAP, NetSuite oder ein kleineres ERP: entscheidend ist, dass die Person Stammdaten, Bestellprozess und Reporting versteht und sich in ein neues System einarbeitet.
- Schnittstellenarbeit: Die Rolle lebt vom Gespräch mit Einkauf, Fertigung, Engineering und Vertrieb. Wir prüfen im Vorgespräch, ob jemand erklären kann, wie er Konflikte zwischen Terminen und Beständen gelöst hat.
Kandidaten aus der Automobilzulieferung bringen Disposition, Lieferantenmanagement und Kennzahlensteuerung mit. Was sie lernen müssen: Kleinserie, Zertifikatspflichten und, je nach Branche, Exportkontrolle. Das klären wir vor der Vorstellung.